Fehlgeburt

Erst warst du ein Wunsch, dann Wirklichkeit, dann eine Erinnerung.

 

Mit dem Kinderwunsch und der Entscheidung zu einem eigenen Kind nimmst du bereits Kontakt zu einer kleinen Seele auf. Dann ist es soweit, der Test ist positiv, schweben wie auf Wolke 7.

 

Und dann? Dann kam ein schnelles Ende. Dir wurde mitgeteilt, dass das Herz von deinem Baby nicht anfängt zu schlagen oder wieder aufgehört hat. Oder Blutungen haben in der frühen Schwangerschaft diese beendet.

 

Wir Frauen gehen dabei oft durch unsagbares Leid, unerträglichen Schmerz. Wir trauern um ein Kind, um die Vorstellung eines Lebens als Mama. Viel zu früh, müssen wir das Kind auf die Welt bringen.

 

Viele Fehlgeburten bleiben unerkannt, da eine Schwangerschaft nicht immer sofort erkannt wird und man eine verspätete Menstruation nicht richtig deutet. Doch tatsächlich werden viele Schwangerschaften früh vom Körper wieder beendet.

 

Hat man sich bewusst für ein Kind entschieden, wartet man natürlich sehnsüchtig auf das Ausbleiben der Menstruation. Oft wird sehr früh getestet oder man hat schon eine Ahnung davon.

 

Gesellschaftlich dürfen die wenigstens trauern. Man solle sich zusammenreißen, da war doch noch nichts. Wir Frauen werden oft mit unserer Trauer nicht ernst genommen, Männer und Umfeld verstehen uns oft nicht. Warum trauert man um einen Zellhaufen?

 

Wir erleben schon oft eine frühe, tiefe Verbundenheit mit der keinen Seele, unserem kleinen Zellhaufen. Etwas Magisches passiert in unserem Körper. Oft merken wir schon vorher, dass da etwas zu uns Kontakt aufnehmen will.

 

Und so erleben wir Frauen eine Fehlgeburt oft als etwas Trauriges. Denn da stirbt etwas ins uns, etwas, dass nur wir gespürt haben.

 

Die kleine Seele gehört schon vorher zum Familiensystem dazu. Und auch nach einer Fehlgeburt bleibt diese kleine Seele bei uns. Warum sie wieder gegangen ist, kann viele Gründe habe. Eventuell können wir dies durch eine Meditation herausfinden.

 

Wichtig ist für uns, dass wir die Trauer zu lassen, sie nicht unterdrücken. Unser Sternenkind darf betrauert werden und wir dürfen Erinnerungen schaffen. Auch, wenn es nur kurz bei uns war.

 

Dabei helfen uns kleine Rituale, wie das erschaffen einer Erinnerungskiste, ein Abschiedsbrief oder aber auch die Beerdigung des Kindes.

 

Gerne helfe ich dir durch diese Trauer. Ich werde dich tragen und begleiten. Gemeinsam können wir Heilung schaffen.

 

In Liebe,

Sandra

 

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